Nach längerer Pause melde ich mich hier wieder mit einem Bericht. In den letzten Monaten fanden zwar die üblichen Veranstaltungen statt, aber es kamen leider nicht viele Bilder zusammen. So ein Bericht lebt natürlich neben den Informationen vor allem von den Bildern. Von daher: Wer hier wieder regelmäßig etwas lesen möchte, kann mir jederzeit und zu allen vereinsbezogenen Themen Bilder zusenden. Leider konnte ich in diesem Jahr aus privaten Gründen nicht regelmäßig vor Ort sein, und es ist schade, wenn dann kein Bericht geschrieben werden kann. Selbst, wenn ich nicht zu jedem Ereignis ausführlich berichten kann, dann kann ich zumindest die Bilder hier präsentieren. 

Zwischenzeitig haben wir wieder am Schützenfest in Zoznegg teilgenommen. Man munkelt, dass wir in diesem Jahr erfolgreicher waren, allerdings haben uns bis heute keine offiziellen Ergebnisse erreicht. Ich werde hier nachberichten, wenn es etwas Neues gibt. 

Außerdem wurden in mehreren Arbeitseinsätzen Totholzeinbringungen nach Vorbild der wissenschaftlichen Studie „Der Baggersee“ im 9er realisiert. Es wurden bislang vier Totholzbündel aus rein natürlichen Materialien bestehend, in Ufernähe eingebracht. Sie dienen dort als Bruthilfen sowie Schutzzonen für Kleinfische und alle möglichen Arten von Wassertieren. Wir sind bereits sehr gespannt, ob die Stellen sich nächstes Jahr signifikant von den übrigen Bereichen im See unterscheiden werden. 

Am vergangenen Samstag fand unser vorletztes Saisonevent statt. Ab 18:00 Uhr hieß es wieder „Nachtangeln“. Doch bereits lange vorher bestimmte zumindest für einige Vereinsmitglieder die Veranstaltung den Tagesablauf. So musste das leckere Essen nicht nur eingekauft, sondern vor allem auch vorbereitet werden. Darüber später mehr. 

Bereits um 14:00 trafen sich die ersten Mitglieder und natürlich ein Teil des Vorstands, um die benötigte Ausrüstung wie Zelte, Grill, Fritteusen, Getränke und Stromversorgung an den See zu bringen. Und da diesmal am See leider wenige Helfer am Start waren, dauerte der Aufbau des „Festplatzes“ bis ca. 18:30 Uhr. Dabei inbegriffen war allerdings auch schon die Entzündung unseres Riesengrills, auf dem wir knapp 1m lange Schaschlik-Spieße gegrillt haben. Allerdings scheinen wir 2025 die Gunst unseres Patrons Petrus verloren zu haben. Denn wie bei allen Veranstaltungen und Arbeitseinsätzen in diesem Jahr, machte der Himmel die Schleusen auf und es regnete. Es regnete sogar unseren Grill aus, sodass wir diesen zwischenzeitig mit einem Pavillon schützen mussten, damit er zumindest nach dem Schauer wieder zu entzünden war. Petrus hatte nach einer guten Stunde Nachsicht mit uns und so konnten wir das Feuer erneut starten. Gegen 20:00 Uhr waren dann unsere ersten Spieße fertig. Bis zu diesem Zeitpunkt hatten sich etwa 30 Angler, teilweise mit Familienmitgliedern eingefunden. An dieser Stelle sei erwähnt, dass der eine oder die andere nicht davon überzeugt war, dass die Grillkünste von Rene und mir für ein leckeres Essen sorgen würden. Es ist immer schade, wenn sich jemand engagiert, und dann Kritik bereits als Vorschuss erntet. Aber die Kritiker wurden eines Besseren belehrt, denn das Fleisch mit Schaschliksoße und Pommes Frites à la Rene waren sensationell! Soweit ich das überschauen konnte, hat sich jeder (auch die Kritiker) mehr als einmal Nachschlag geholt. Hiermit ein großes Lob an Rene und unseren Vorstand Thorsten, die in stundenlanger Arbeit bereits zwei Tage zuvor insgesamt 15 kg Fleisch plus die dazugehörigen Zwiebeln und Paprika geschnippelt und megalecker eingelegt haben. Es hat wirklich phänomenal geschmeckt. Auch die zweite Runde grillen gegen 02:00 Uhr nachts ist gut angekommen und das Fleisch wurde bis auf ein paar Brocken aufgegessen. 

In der frühen Nacht konnte eines unserer jüngsten Mitglieder Jason einen kleinen Barsch im Bach überlisten. Diesen bereitete er sich direkt ausgenommen und auf einen Stock gespießt am Grillfeuer zu. So gestärkt hat er die Nacht im Zelt am Angelplatz sicherlich gut und satt überstanden. Weniger lecker erschien die Dose Surströmming, die an diesen Abend geöffnet wurde. Den Gestank der schwedischen „Delikatesse“ (völlig verdorbener, fermentierter Hering aus der Dose) konnte man selbst mit 15m Abstand nicht ertragen. Trotzdem wurde von einigen mutigen der Fisch getestet. Die Dose musste dann allerdings die Anlage verlassen! Gebissen hat sonst über die Nacht leider nichts mehr.

Getrunken wurde aber noch so einiges. Die üblichen Runden „20 ab“ wurden wieder gespielt. Die Tatsache, dass sich auch schon etwas betagtere Mitglieder an diesem Spiel bis in die die Morgenstunden beteiligten, sorgte am Morgen für einige ziemlich zerknitterte Gesichter, von denen hier besser keine Bilder veröffentlicht werden. Denn um 9:00 Uhr war die Nacht bereits wieder vorbei! Da unser Helmut, der uns normalerweise pünktlich mit dem morgendlichen Rührei versorgt, auch bis nach Tagesanbruch an den Karten-Spielen beteiligt war, übernahmen Rene und ich die Zubereitung des Frühstücks. 60 Eier in die Schüssel geschlagen, gerührt und ab in die Grillpfanne. Schon konnte wieder etwas Kraft getankt werden. Und die war auch nötig!

Die leider spärliche Beteiligung beim Aufbau wurde durch die noch geringere Beteiligung beim Abbau getoppt. Liebe Leute, hier mal ein Appell an euch: Wenn niemand etwas macht, wird auch nichts mehr gemacht. Jeder der Abends im Zelt gesessen hat, sollte sich auch ein Stückchen verpflichtet fühlen seinen Betrag zu leisten. Wir sind kein Golfclub! Aber da ich euch ja kenne, gehe ich stark davon aus, dass diese jämmerliche Hilfsbereitschaft ein bedauerlicher Einzelfall war. In der Regel sind wir immer ein tatkräftiges Team und erledigen anstehende Aufgaben nach dem Motto „viele Hände, schnelles Ende“. 

Als dann am frühen Sonntagnachmittag auch der letzte Bierdeckel aufgesammelt und eingeladen war, und die Anwesenden völlig erschöpft und übernächtigt in den Feierabend starten konnten, mussten ein paar einzelne fleißige Bienchen immer noch weiter schuften. Reinigung des Grills, Trocknung der Zelte usw… Hiermit ein großer Dank an unseren Vorstand Thorsten, der auch bei diesen Aufgaben wieder in der ersten Reihe stand, und unseren Gerätewart Fredl, der alle Zeltplanen nochmal ausgepackt und zum Trocknen aufgehängt hat. 

Insgesamt konnten wir wieder auf einen schönen Abend und eine noch schönere Nacht zurückblicken, in der doch Einige wesentlich länger blieben, als sie es geplant hatten. Und genau dafür machen wir solche Veranstaltungen!

Als nächstes steht unsere letzte Angelveranstaltung in diesem Jahr mit dem Hegefischen an. Also save the date! Den Kalender hat ja jeder bekommen. Außerdem ist die Weihnachtsfeier in der konkreteren Planung. Ihr könnt euch also auf weitere schöne Tage freuen!