Das Anfischen 2026 markierte, wie jedes Jahr den offiziellen Auftakt unserer Angelsaison – und was für einen Start wir diesmal hingelegt haben. Rund 70 Anglerinnen und Angler, sowie Freunde und Gönner hatten sich am 9er See eingefunden, um endlich wieder das zu tun, was wir alle am liebsten machen: die Rute schwingen, ein bisschen fachsimpeln und natürlich schauen, wer den ersten Fisch des Jahres überlisten kann.
Unser Vorstand Thorsten begrüßte alle Anwesenden gewohnt herzlich, erklärte die Vorgaben für den Angeltag und gab die Pausenzeiten durch. Und auch dieses Mal richtete er auch ernste Worte an die Anwesenden. Kescher ist absolute Pflicht, waidgerechtes Angeln, kein Spinfischen und jeder nur eine Rute. Danach ging es ohne große Verzögerung los. Die Angler verteilten sich frohend Mutes auf ihre zugelosten Plätze und versuchten von dort aus ihr Glück. Wie immer musste die Jugend nicht an der Verlosung der Angelplätze teilnehmen, sondern durfte direkt an den erfahrungsgemäß fängigsten Abschnitt des Sees – ein Vorteil, der der Jugend vorbehalten bleibt. Aber tatsächlich: Auch an anderen Stellen wurden Fische gefangen, sodass wir bereits zur ersten Pause beachtliche Fänge verzeichnen konnten. Einige hatten zu diesem Zeitpunkt ihre fangfreien Fische schon voll.
Für das leibliche Wohl war wie immer mit Essen und Trinken bestens gesorgt. Und da wir uns am Karfreitag natürlich standesgemäß verhalten wollten, gab es selbstverständlich Fisch. Rotbarsch und Seelachsfilet machten alle jungen und alten Angler satt und zufrieden. Und wer beim Wort „Rotbarsch“ einmal die Buchstaben ba durch wu ersetzt, der kommt ziemlich schnell darauf, aus welcher Familie unser Rotbarsch an diesem Tag tatsächlich stammte. Geschmacklich hat es jedenfalls niemand bereut.
Ein weiteres Highlight im Vergleich zum letzten Jahr war eindeutig das Wetter. Es hätte kaum besser sein können. Nur am „Rentnerplatz“ wehte ein Lüftchen, das aber eher für Gesprächsstoff als für Ärger sorgte. Unter dem Pavillon, der eigentlich für die Angelkartenausgabe gedacht war, entwickelte sich eine muntere Kartenrunde – fast schon ein bisschen wie beim Nachtangeln. Genau diese Mischung aus Angeln, Gemeinschaft und kleinen Traditionen macht unsere Veranstaltungen so besonders.
Gegen 16:00 Uhr lichteten sich die Reihen, und am Ende waren nur noch ein paar hartnäckige Angler am Start. In gewohnter Zusammenarbeit wurden die Grills vorgereinigt, das Zelt abgebaut und die Biergarnituren auf den Anhänger geladen und gesichert. Viele Hände, schnelles Ende – und so wurde der „Festplatz“ innerhalb weniger Minuten wieder zu der idyllischen Ruhe am 9er See, die wir alle so lieben.
Das ist Vereinsleben. Das macht Spaß. Und darum ein großes Dankeschön an alle fleißigen Ameisen, die im Vorfeld alles vorbereitet und im Nachgang wieder aufgeräumt haben.
Jetzt steht unser größtes Jahresevent an: das 1. Maifest. Die Vorbereitungen laufen bereits und werden in den kommenden Wochen auf Hochtouren kommen. Und wenn uns unser Patron Petrus am 1. Mai erneut mit gutem Wetter beschenkt, dann dürfen wir uns auf ein richtig schönes Fest freuen. Der Countdown läuft – auf unserer Internetseite könnt ihr die verbleibende Zeit verfolgen.
Vielen Dank euch allen für diesen wunderschönen Tag!
Ach ja, übrigens… neue Nachbarn haben wir auch! In der nachfolgenden Diashow könnt ihr sie auf dem letzten Bild bewundern.